Ein Rabattcode verlangt Arbeit vom Käufer: den Code finden, aufheben und ganz am Ende des Kaufs in ein Feld tippen. Ein Rabattlink nimmt ihm diese Arbeit ab. Ein Tipp, und das Produkt liegt mit bereits reduziertem Preis im Warenkorb.
Shopify und WooCommerce können Rabatte auf diese Weise ausliefern. Diese Anleitung zeigt die Einrichtung auf beiden Plattformen, worauf du achten solltest und wo Links besser funktionieren als Codes.
Was ein Rabattlink macht
Ein Rabattlink ist eine ganz normale URL, die den Rabatt mitbringt. Öffnet der Käufer sie, speichert der Shop den Rabatt in seiner Sitzung oder seinem Warenkorb. Je nach Aufbau legt der Link außerdem ein bestimmtes Produkt in den Warenkorb und schickt den Käufer direkt dorthin.
Der Käufer sieht keinen Code. Er kann ihn weder vertippen noch vergessen noch nach einem besseren suchen. Alle Gründe aus unserer Liste, warum Rabattcodes scheitern, die mit dem Eingeben zu tun haben, fallen weg.
Shopify: drei Wege zum Link
1. Der teilbare Link aus dem Admin
Leg wie gewohnt unter „Rabatte“ einen Rabattcode an. Shopify bietet auf der Detailseite jedes Rabattcodes an, ihn als Link zu teilen. Der Link öffnet deinen Shop und hängt den Code an die Sitzung des Käufers; abgezogen wird er im Warenkorb und im Checkout.
2. Die Rabatt-URL mit Weiterleitung
Denselben Link kannst du auch selbst bauen und auf eine bestimmte Seite zeigen lassen:
https://deinshop.de/discount/FRUEHLING20?redirect=/products/leinenhemd
Der Käufer landet mit aktivem Rabatt auf der Produktseite. Gut für E-Mails, Posts und Anzeigen, die ein einzelnes Produkt bewerben.
3. Der Warenkorb-Link mit Produkt und Rabatt
Mit Shopifys Warenkorb-Permalinks landet eine Variante direkt im Warenkorb. Kombiniert mit der Rabatt-URL kommt der Käufer mit einem Tipp in den Warenkorb:
https://deinshop.de/discount/FRUEHLING20?redirect=/cart/VARIANTEN_ID:1
Ersetze VARIANTEN_ID durch die numerische ID der Variante und 1 durch die Menge. Kürzer geht es nicht: ein Tipp, Produkt im Warenkorb, Rabatt abgezogen.
WooCommerce: Add-to-Cart-Link plus automatischer Gutschein
WooCommerce legt ein Produkt von Haus aus per URL in den Warenkorb:
https://deinshop.de/?add-to-cart=123
Bei variablen Produkten kommt die Variante dazu: ?add-to-cart=123&variation_id=456.
Einen Gutschein aus einem Link anwenden kann WooCommerce allein nicht. Dafür brauchst du eine Erweiterung, die den Gutschein aus der URL liest und dem Warenkorb hinzufügt. Das Heartly-Plugin für WooCommerce macht das für seine Flash Sales mit dem Parameter coupon_code; daneben gibt es eigene Erweiterungen für URL-Gutscheine. Egal welche Lösung du nutzt: Teste, ob der Gutschein erhalten bleibt, wenn der Käufer die Menge ändert oder sich einloggt.
Worauf du achten solltest
- Links werden weitergegeben. Ein Link lässt sich genauso weiterleiten wie ein Code. Gib Rabatten per Link ein Enddatum und bei Bedarf ein Nutzungslimit, genau wie einem Code.
- Bedingungen gelten weiter. Mindestbestellwerte, ausgeschlossene Produkte und Kombinationsregeln wirken genauso wie bei einem eingetippten Code. Der Link umgeht sie nicht, er erspart nur das Tippen.
- Den Preis vor dem Warenkorb zeigen. Sorg dafür, dass der reduzierte Preis schon auf der Seite sichtbar ist, die der Link öffnet, nicht erst im Checkout. Käufer vertrauen dem, was sie vor der Entscheidung sehen.
- Die richtige Zielseite wählen. Für Angebote mit einem Produkt direkt in den Warenkorb, auf eine Produkt- oder Kollektionsseite, wenn der Käufer noch auswählen soll.
- Auf dem Smartphone testen. Öffne den Link aus der Mail- oder Social-App, die du wirklich nutzt. In-App-Browser verhalten sich manchmal anders als der Standardbrowser.
Wann ein Code trotzdem sinnvoll ist
Codes sind dort nützlich, wo es keinen Link gibt: gedruckte Flyer, Beilagen im Paket, Podcasts und mündliche Empfehlungen. Influencer- und Partnercodes dienen außerdem der Zuordnung. Für alles, was angeklickt wird, also E-Mails, Social Posts, Anzeigen und Deal-Seiten, ist der Link der kürzere Weg.
Wie Heartly Rabattlinks nutzt
Jeder Flash Sale bei Heartly bekommt eine eigene Seite mit Countdown und Bestandslimit. Der Button „Zur Kasse“ öffnet deinen Shop mit dem Produkt im Warenkorb und abgezogenem Rabatt: bei Shopify über einen Warenkorb, den Heartly mit Produkt und Rabatt anlegt, bei WooCommerce über das Heartly-Plugin. Laufende Aktionen erscheinen außerdem in der Heartly-App, auf deals.heartly.io und für KI-Einkaufsassistenten, jeweils mit demselben Link.
Warum das für die Conversion zählt, steht in Warum Käufer im Checkout abspringen.
Häufig gestellte Fragen
Wie erstelle ich bei Shopify einen Rabattlink?
Leg unter „Rabatte“ einen Rabattcode an und teile ihn auf seiner Detailseite als Link, oder bau ihn selbst als deinshop.de/discount/CODE. Mit ?redirect= und einem Produktpfad oder Warenkorb-Permalink schickst du Käufer auf eine bestimmte Seite.
Kann ein Shopify-Rabattlink das Produkt in den Warenkorb legen?
Ja. Nutze die Rabatt-URL mit einer Weiterleitung auf einen Warenkorb-Permalink, zum Beispiel /discount/CODE?redirect=/cart/VARIANTEN_ID:1. Die Variante landet im Warenkorb, und der Rabatt wird angewendet.
Unterstützt WooCommerce Rabattlinks?
WooCommerce legt Produkte per Add-to-Cart-URL in den Warenkorb, wendet aber allein keinen Gutschein aus einer URL an. Dafür brauchst du eine Erweiterung oder ein Plugin wie das von Heartly, das den Gutschein aus dem Link liest.
Kann ein Rabattlink weitergegeben werden?
Ja, wie jeder Code. Setz beim zugrunde liegenden Rabatt ein Enddatum und bei Bedarf ein Nutzungslimit.
Gelten Mindestbestellwerte auch beim Rabattlink?
Ja. Ein Link wendet denselben Rabatt an wie ein eingetippter Code, mit allen Bedingungen. Er erspart nur das Eintippen.